Ideen für neue Produkte und Geschäftsideen zu entwickeln, ist heutzutage für viele Unternehmen überlebenswichtig. Oftmals mischt sich aber das Management zu stark ein, bevor sie sich überhaupt zur Marktreife entwickeln konnten. Sie sollten ihre kreativen Mitarbeiter „machen lassen“, rät Sintef.

Die norwegische Forschungsorganisation hat die Entwicklung von 15 Ideen in verschiedenen Unternehmen analysiert. Das größte Problem, das sie dabei identifiziert hat, sind Manager, „die keine Ahnung von der Förderung einer schnellen Ideenentwicklung haben, sich aber dennoch viel zu sehr in den Prozess einmischen“.

Dafür gibt es Gründe. So neigen Chefs etwa dazu, Ideen nach Aspekten zu priorisieren, die ihrer Meinung nach das größte wirtschaftliche Potenzial bieten und die vorherrschenden Geschäfts- und Investitionsstrategien unterstützen. Dadurch werde die Innovationsfähigkeit des Unternehmens aber stark eingeschränkt, monieren die Forscher. Hinzu komme, dass viele talentierte und kreative Mitarbeitende viel Zeit damit vergeuden müssen, das Management von ihrer Idee zu überzeugen – statt an der Idee selbst arbeiten zu können.

Ein weiterer Hemmschuh sind Sintef zufolge Manager, die im Entwicklungsprozess zu früh Entscheidungen treffen wollen. Innovationen bräuchten aber Zeit zum Reifen – und das Ergebnis könne am Ende auch ganz anders aussehen, als man sich das ursprünglich vorgestellt hat. Wer aber zu sehr an seiner ursprünglichen Idee festhalte oder sich weigere, notwendige Änderungen an ihr vorzunehmen, werde die Entwicklungsarbeit im Keim ersticken.

Die Forscher empfehlen Managern auf Grundlage ihrer Ergebnisse, sich nicht zu sehr in den Innovationsprozess einzumischen. Sie sollten vielmehr versuchen, diese zu fördern – etwa, indem sie Treffpunkte zum Austausch einrichten

Aktuelle Beiträge

BetriebsratsPraxis24
Mehr wissen, besser entscheiden!
Gratismonat starten & Wissenspool testen »
+
BetriebsratsPraxis24
Gratismonat starten & Wissenspool testen »
+