Roboter mit künstlicher Intelligenz (KI) werden vor allem in Produktionsunternehmen künftig eine immer größere Rolle spielen. Die vom Bundesforschungsministerium initiierte „Plattform Lernende Systeme“ (PLS) hat eine interaktive Grafik veröffentlicht, die zeigt, wie die Zusammenarbeit mit den Menschen erfolgreich gelingen kann.

Grundvoraussetzung dafür sei, die gemeinsame Arbeit sicher zu gestalten und den Menschen motivierende und selbstbestimmte Tätigkeiten zu erhalten. Denn wie jede neue Technologie bietet auch diese Chancen und Risiken zugleich. Zu den Chancen zählen etwa die Unterstützung bei anstrengenden, monotonen oder gefährlichen Tätigkeiten. Moderne Roboterwerkzeuge können zudem neue Abläufe erlernen, wenn ihnen die Tätigkeit vorgemacht wird. Sie können so flexibel wechselnde Aufgaben übernehmen. Allerdings besteht auch das Risiko, dass die Maschinen Menschen verletzen oder überwachen können – oder sie an der Arbeitsstelle komplett ersetzen.

„Intelligente Roboterwerkzeuge ergänzen die Fähigkeiten der Menschen. Sie müssen die Beschäftigten weder ersetzen noch mit ihnen konkurrieren“, betont PLS-Mitglied Norbert Huchler. Das bedeute, dass die Stärken menschlichen Denkens und Handelns mit den Fähigkeiten der Technologie zu kombinieren seien. So passen sich in der Grafik auch die lernenden Werkzeuge im Team um den fiktiven Charakter Paula Nowak den individuellen Bedürfnissen und Routinen ihrer Bediener an und unterstützen sie entsprechend ihrer Kompetenzen und ihrem Arbeitstempo.

Noch ist das in der Regel nur eine schöne Vorstellung. Um sie Realität werden zu lassen, sind einige Voraussetzungen zu schaffen, heißt es bei der PLS weiter: „So müssen die Beschäftigten die Funktionsweise von lernenden Roboterwerkzeugen verstehen, um von ihnen profitieren zu können.“ Dazu seien Aus- und Weiterbildung notwendig. Darüber hinaus bedürfe es weiterer Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf den Feldern Robotik, Programmierung und Maschinellem Lernen.

Das interaktive Anwendungsszenario ist hier abrufbar. Per Klick auf einzelne Stationen des Produktionsprozesses werden Themen wie der „Schutz des Einzelnen“ oder „Förderliche Arbeitsbedingungen“ näher beleuchtet. Videos und Audio-Statements von Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Industrie und Gewerkschaften ergänzen die Darstellung.

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