Pflegeberufe attraktiver machen – so lautete das Ziel des Pflegeberufereformgesetzes: Die getrennten Ausbildungen sind dabei zu einem Berufsbild zusammengefasst worden. Diese Idee scheint auf einen fruchtbaren Boden zu fallen: Denn seit Anfang 2020 haben sich laut Statistischem Bundesamt 53.610 Frauen und Männer für die Ausbildung im Pflegefach entschieden.

Die neue Ausbildung zur/m Pflegefachfrau /-mann kann seit 2020 absolviert werden. Ihr Charme liegt in dem Zusammenführen der bekannten und bislang separaten Pflegeberufe Gesundheits- und Krankenpfleger/in, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in sowie Altenpfleger/in. Die Basis für das neue Berufsbild wurde 2017 im Pflegeberufereformgesetz (PflBRefG) gelegt.

Das Bündeln der verschiedenen Pflegeaufgaben in einem Berufsbild bietet den ausgebildeten Fachkräften ein breit gefächertes Arbeitsfeld, können sie doch zwischen Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege wechseln. Während der Ausbildung wird eine Ausbildungsvergütung gezahlt – ebenfalls ein Novum.

Menschen unterschiedlichsten Alters interessieren sich für die den neuen Pflegeberuf. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) waren 6 Prozent der Auszubildenden 40 Jahre und älter, 11 Prozent der Pflegefachkräfte in spe waren zwischen 30 und 39 Jahren alt. Für das neue Berufsbild interessierten sich zu 76 Prozent Frauen und zu 24 Prozent Männer.

Das neue Berufsbild bietet die Möglichkeit, die Ausbildung in Teilzeit zu absolvieren. Sowohl Frauen als auch Männer mit Familienaufgaben als auch Menschen, die sich für eine berufsbegleitende Weiterqualifizierung interessieren, soll dadurch die Entscheidung für eine Berufsausbildung erleichtert werden. Insgesamt 507 Auszubildende haben bei diesem Angebot zugegriffen.

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