Die Pandemie wirkt sich zunehmend weniger auf den Arbeitsmarkt aus: Im ersten Quartal 2022 ermittelte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit deutlich mehr Erwerbstätige sowie einen merklichen Anstieg des Arbeitsvolumens gegenüber dem ersten Quartal 2021.

Im Vergleich zu den ersten drei Monaten im Jahr 2021 kletterte die Zahl der erwerbstätigen Frauen und Männer in den Monaten Januar, Februar und März 2022 um 690.000 Personen nach oben. Damit wurde „mit 45,1 Millionen Personen erstmals wieder das Niveau vor Ausbruch der Covid-19-Pandemie“ übertroffen, so das IAB. Die Arbeitszeit ist im ersten Quartal 2022 ebenfalls im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal gestiegen: Sie betrug durchschnittlich 341,3 Stunden – ein Plus von 1,7 Prozent gegenüber 2021.

Aus der Arbeitszeitrechnung des IAB ist zudem abzulesen, dass das Arbeitsvolumen um 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen ist: auf insgesamt 15,4 Milliarden Stunden. Das IAB erklärt diesen Anstieg mit den Lockerungen der coronabedingten Einschränkungen gegenüber dem Vorjahr. Allerdings hat das Arbeitsvolumen das Niveau vor der Krise noch nicht wieder erreicht.

In Sachen Kurzarbeit gibt es keinen eindeutigen Trend: Im ersten Quartal 2022 ist die Kurzarbeit einerseits deutlich „um 2,4 Millionen Personen auf 1,1 Personen“ zurückgegangen. Doch sorgten kriegsbedingt „verschärfte Engpässe bei Rohstoffen und Vorleistungsgütern im Produzierenden Gewerbe“ ihrerseits zu einem Anstieg der Kurzarbeit.

Von einem historischen Höchststand in Höhe von 6,4 Prozent berichtet das IAB beim Krankenstand in den ersten drei Monaten des Jahres 2022. Im Vorjahresquartal lag dieser Wert mit 4,4 Prozent erheblich niedriger.

Aufwärts geht es wieder mit den Nebenjobs: 6,8 Prozent Frauen und Männer haben mehr als im Vorjahresquartal eine Nebentätigkeit. Insgesamt zählt das IAB im ersten Quartal des laufenden Jahres 4,15 Millionen Menschen mit einem zweiten Job.

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