Braucht jede Bewerbung ein Anschreiben? Nicht unbedingt. Wann auf Anschreiben im Recruiting-Prozess verzichtet werden kann und wann nicht, legt die Agentur Junges Herz in ihrem Blog anschaulich dar.

Abhängig von der zu besetzenden Aufgabe, verzichten Unternehmen zunehmend auf das klassische Anschreiben und sie stellen fest: Die Zahl der Bewerbungen steigt. Dies trifft insbesondere zu für zu besetzende Ausbildungsplätze, aber auch für Tätigkeiten im Niedriglohnsektor oder für Aufgaben, die keine speziellen Qualifikationen erfordern.

Doch nicht immer ist es ausreichend, ausschließlich den Lebenslauf an einen möglichen Arbeitgeber zu schicken. Ein Anschreiben sei dann wichtig, „wenn Stellen zu besetzen sind, die sowohl tiefes fachliches Wissen benötigen als auch Soft Skills und Persönlichkeit“, betont die Personalmarketingagentur Junges Herz.

In seinem Blog verweist der Dienstleister darauf, dass der individuellen, schriftlichen Vorstellung eine umso größere Bedeutung zukommt, je komplexer die zu besetzende Stelle ist und je höher die möglichen beruflichen Chancen, die damit verbunden sind.

Denn letztlich sei das Anschreiben die Bühne, auf der sich Bewerbende vorstellen – und möglicherweise punkten. Hier könne jede und jeder die eigene Persönlichkeit ins rechte Licht rücken und die Gelegenheit nutzen, um die Konkurrenz bereits ein Stück weit hinter sich zu lassen.

Aus einem gelungenen Anschreiben kann die Personalabteilung den Angaben zufolge ihre Schlüsse ziehen. Beispielsweise werde es den Human Resources-Experten möglich zu erkennen, wie motiviert die Bewerber/Bewerberinnen jeweils sind. Auch könnten sie gegenchecken, ob Qualifikationen und Soft Skills zu den Anforderungen passen, die mit der Stellenausschreibung verbunden sind. Last but not least, zeige sich bereits im Anschreiben, ob Bewerbende und Team zusammenpassen könnten.

Das persönliche Anschreiben ist zeitintensiv – sowohl für die Bewerbenden als auch für die Personalabteilungen deren Aufgabe das Lesen, Einordnen und Bewerten umfasst. Doch ein Verzicht darauf empfiehlt sich nicht immer. Der große Vorteil von Anschreiben sei, dass es „noch vor dem Vorstellungsgespräch die Bewertung von Talenten“ ermögliche. Deshalb, so das Fazit der Dresdner Agentur, lohne es sich „die Extrameile im Bewerbungsprozess zu nehmen und am traditionellen Anschreiben festzuhalten.“

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