Die Prophylaxe von Unfällen ist ein Muss: Arbeitsunfälle sollen minimiert, am besten möglichst vermieden werden. Dies gelingt umso besser, wenn die Beleuchtung in das betriebliche Sicherheitskonzept eingebunden wird. Mit dem Sicherheitsfaktor Licht setzt sich das aktuelle Magazin Arbeit & Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) auseinander.

Gute Lichtverhältnisse generell im Betrieb und an den Arbeitsplätzen speziell dienen der Unfallverhütung wie der Gesundheit der Beschäftigten. Denn zu den häufigsten Unfallarten gehören Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle, erklärt Gerold Soestmeyer, Leiter DGUV Sachgebiet Beleuchtung. Genau bei diesen Unfallarten spiele die falsche Beleuchtung oft eine Rolle. Typisch seien Stürze auf Treppen, weil Treppenbereiche zu dunkel und einzelne Stufen nicht erkennbar seien.

Beleuchtungsexperte Soestmeyer führt zudem aus, dass ein Arbeitsplatz mit Tageslicht ideal sei; wohl wissend, dass ein solcher nicht immer realisierbar ist. Daher empfiehlt er, Möglichkeiten für die Beschäftigten zu schaffen, sich „im Tagesverlauf hin und wieder natürlichem Licht“ aussetzen zu können. So sollte es Aufenthaltsräume mit Tageslicht geben. Auch könnten die Betriebe für die Mitarbeitenden Möglichkeiten schaffen, ihre Pausen im Freien zu verbringen. Recht einfach umgesetzt werden könnten etwa wind- und regengeschützte Aufenthaltsmöglichkeiten unter freiem Himmel.

Wie eng der Zusammenhang zwischen Arbeitssicherheit und einem funktionalen Beleuchtungskonzept ist, verdeutlicht das Praxisbeispiel des Hygienepapierkonzern Essity. Regelmäßig wird in dem Unternehmen das hauseigene Beleuchtungskonzept überprüft – dank der Sicherheitsbeauftragten und der gesamten Belegschaft.

Jeder im Unternehmen kann Ideen und Beobachtungen einbringen. So wurde beispielweise eine neue Anlage zum Scannen von Strichcodes an Paletten mit Blech ummantelt. Denn diese Anlage, ausgestattet mit einer speziellen grell roten Beleuchtung, blendete die Kollegen, die direkt gegenüber arbeiten. Abhilfe war möglich, dem Blech sei Dank.

Zu den neuesten Errungenschaften im Unternehmen gehört es, dass die Mitarbeitenden die Beleuchtung an ihrem Arbeitsplatz ihren individuellen Bedürfnissen anpassen können: Die LED-Leuchten an der Decke lassen sich einzeln ein- und ausschalten.

Auch im Außenbereich achtet das Unternehmen laut DGUV-Magazin auf gute Beleuchtung. Wo früher Schirmlampen mit geringer Strahlkraft installiert waren, zeigen jetzt solarbetriebene LED-Leuchten ab Dämmerung den rechten Weg.

 

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