Abseits direkter gesundheitlicher Folgen von Covid-19 wirkt sich Corona auch indirekt negativ auf das Wohlbefinden aus. Darauf deutet zumindest eine Umfrage von Korn Ferry in den USA hin: Eine große Mehrheit der Fachkräfte gab darin an, sich gestresster, ängstlicher und ausgebrannter zu fühlen als vor der Pandemie.

Insgesamt befragte die Beratung Ende September 2021 knapp 700 Fachkräfte. 89 Prozent gaben an, unter Burn-out zu leiden, 38 Prozent sogar „in hohem Maße“. Das ist den Angaben zufolge eindeutig auf die Krise zurückzuführen: So sagten 81 Prozent, dass sie sich jetzt stärker ausgebrannt fühlen als vor der Pandemie. Hauptgründe dafür sind eine erhöhte Arbeitsbelastung und der Mangel an Ressourcen. Auf den ständigen Wandel reagieren zu müssen, bereitet immerhin jedem fünften Befragten Probleme. Angst, ihren Arbeitsplatz zu verlieren, hatten indes nur vier Prozent.

Des Weiteren fühlten sich zum Zeitpunkt der Befragung 70 Prozent ängstlich oder gestresst, wenn sie an ihre Arbeit dachten. Lediglich elf Prozent waren nach eigenen Angaben zufrieden und energiegeladen. Vor Corona war es andersherum: Nur 27 Prozent waren ängstlich oder gestresst, aber 63 Prozent zufrieden und voller Energie. Vielen Arbeitgebern ist diese Entwicklung glücklicherweise nicht entgangen. 66 Prozent der Befragten gaben an, dass jetzt mehr Wert auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter gelegt wird. Nur 45 Prozent sagten das aber auch bezüglich des Wohlbefindens der Führungskräfte.

„Viele Beschäftigte müssen mit weniger Ressourcen und weniger Hilfe mehr leisten. Das fordert seinen Tribut”, kommentiert Mark Royal von Korn Ferry die Ergebnisse. Führungskräfte müssten nicht nur mit ihren Teams zusammenarbeiten, um Prioritäten bei den Aufgaben zu setzen. Sie müssten zudem auch auf sich selbst achten.

Weitere Details finden sich (in englischer Sprache) hier.

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