Es ist ein leidiges, aber wichtiges Thema, wie sich Geimpfte und Genesene bei der Arbeit verhalten sollen und müssen. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat auf Grundlage der jüngsten Änderungen der Corona-Arbeitsschutzverordnung zusammengefasst, was Arbeitgeber beachten sollten.

Wortwörtlich heißt es nun in § 2 der Corona-ArbSchV, dass der Arbeitgeber bei der Festlegung und der Umsetzung der Maßnahmen des betrieblichen Infektionsschutzes “einen ihm bekannten Impf- oder Genesungsstatus der Beschäftigten berücksichtigen” kann. Für Geimpfte und Genesene sind unter bestimmten Voraussetzungen Ausnahmen von den geltenden AHA+L-Regeln möglich, berichtet die DGUV. Die Abkürzung AHA+L steht für Abstand halten, Händehygiene beachten, Atemmaske tragen und lüften.

Auf Abstandhalten und Maskenpflicht könne verzichtet werden, wenn das Risiko der Virusübertragung gering ist. Dies sei in der Regel der Fall, wenn alle Beschäftigten vollständig mit einem der vom Paul-Ehrlich-Institut empfohlenen Impfstoffe geimpft oder genesen sind und kein beruflicher Kontakt von geimpften oder genesenen mit nicht vollständig geimpften oder bisher nicht erkrankten Personen vorkommt.

In einem vierseitigen Positionspapier geht die Unfallversicherung detaillierter auf verschiedene Arbeitssituationen ein und gibt dazu Empfehlungen auf Grundlage des aktuellen Wissensstands. So könne ihrer Auffassung nach beispielsweise auf Homeoffice für vollständig Geimpfte oder Genesene verzichtet werden, wenn im Arbeitsbereich beziehungsweise Team alle Kontaktpersonen geimpft oder genesen sind. Im Betrieb sei die Festlegung von vollständig geimpften oder genesenen beziehungsweise nicht geimpften oder bisher nicht erkrankten Teams sinnvoll.

Weitere Informationen zu den jüngsten Änderungen in der Verordnung finden sich hier.

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