Sie werfen ihre Schatten voraus, die Wahlen zu den Schwerbehindertenvertretungen, die im Herbst anstehen. Die Vorbereitungen dafür laufen, denn von starken Vertrauenspersonen profitieren alle Mitarbeitenden.

Werden in Betrieben Kandidatinnen und Kandidaten für die Interessenvertretungen gesucht, sollten sie jetzt angesprochen werden. Die IG Metall informiert ausführlich über diese Wahlen und ihre Bedeutung.

Schwerbehindertenvertretungen (SBV) sind wichtig, betont die Industriegewerkschaft (IG) Metall. Von einer starken SBV würden nicht nur Beschäftigte mit einer Behinderung profitieren, sondern alle Mitarbeitenden im Betrieb. Denn die Vertrauenspersonen der SBV machen sich für gute, gesundheitserhaltende und barrierefreie Arbeit genauso stark wie für gleiche Chancen und Möglichkeiten aller Frauen und Männer im Unternehmen.

Damit alle teilhaben können

Wie Betriebsräte haben Schwerbehindertenvertretungen eigene Mitwirkungs- und Beteiligungsrechte. Sie nehmen etwa an den Sitzungen des Betriebsrats genauso teil wie an den Besprechungen zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat. Die IG Metall unterstreicht, dass die SBV-Vertrauenspersonen „eine starke Interessenvertretung für behinderte und beeinträchtigte Menschen in den Unternehmen“ sind und so Wesentliches „zur Vorsorge, zum Schutz und zur Teilhabe“ leisten.

Die SBV-Wahlen finden im Oktober und November in Betrieben mit mindestens fünf Wahlberechtigten statt. Wahlberechtigt sind alle Beschäftigten mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 Prozent. Ebenfalls wahlberechtigt sind „Beschäftigte, die durch Bescheid der Agentur für Arbeit den Menschen mit Behinderung gleichgestellt sind“.

Als Kandidatinnen und Kandidaten für die SBV können Beschäftigte mit oder ohne Behinderung aufgestellt werden, die seit mindestens sechs Monaten im Betrieb arbeiten. Gewählt wird in geheimer Wahl nach den Grundsätzen der Mehrheitswahl. Abhängig von der Anzahl der Wahlberechtigten gilt das vereinfachte oder das förmliche Wahlverfahren.

In Betrieben mit 5 bis 49 wahlberechtigten Mitarbeitenden mit Behinderung oder gleichgestellten Beschäftigten und wenn der Betrieb nicht aus räumlich weit auseinanderliegenden Teilen besteht, ist das vereinfachte Wahlverfahren anzuwenden. Das heißt im Klartext: Wählen können nur die Frauen und Männer, „die als Wahlberechtigte in der Wahlversammlung auch anwesend sind“. Eine Briefwahl ist nicht vorgesehen.

In größeren Unternehmen mit mehr als 49 wahlberechtigten Personen, gilt das förmliche Wahlverfahren. Der Wahlvorstand stellt eine Liste der Wahlberechtigten auf. Nur diejenigen, die darin eingetragen sind, können wählen.

Die IG Metall hat auf ihrer Webseite unter ‚Fragen und Antworten zu SBV‘ weitere Informationen zur Schwerbehindertenvertretung und ihre Aufgaben zusammengestellt. Ebenso werden Details rund um die Wahl, das Wahlverfahren oder auch die Wahlberechtigten erklärt.

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