Geschnürt hat die IG Metall ihr Aufgabenpaket für das Jahr 2022. Im Mittelpunkt der Gewerkschaftsarbeit werden die Löhne stehen: Reallohnverluste sollen vermieden werden.

Höhere Löhne für die Mitglieder heißt das Ziel, welches sich die IG Metall für das aktuelle Jahr gesteckt hat. „Die Erwartung ist klar: Reallohnverluste verhindern“, zitiert die ‘‘Automobilwoche’ IG-Metall-Chef Jörg Hofmann.

Die Gewerkschaft wolle sich mit ihren Entgeltforderungen an der Zielinflationsrate der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2 Prozent orientieren, so der Erste Vorsitzende demnach. Insgesamt werde die Inflation genau beobachtet werden. Die IG Metall rechnet damit, dass die Inflationsrate wieder fällt.

Dem Bericht zufolge gibt es laut Hofmann aktuell für die Gehälter in der Metall- und Elektroindustrie (M+E-Industrie) keinen Nachholbedarf. In den vergangenen vier Jahren hätten die Gehälter mit den Verbraucherpreisen Schritt gehalten.

Aufgrund der unterschiedlichen Wirtschaftslage in der M+E-Branche werde sich die IG-Metall insofern auf den Abschluss von Zukunfts-Tarifverträgen konzentrieren. Last but not least will sich die Gewerkschaft für regionale Transformationsnetzwerke stark machen.

Die Betriebsratswahlen im Frühjahr sind für den Gewerkschafts-Chef pandemiebedingt „eine Riesenherausforderung“. Um so wichtiger sei es, in Betrieben aller Größenordnungen Beschäftigte zur Kandidatur zu motivieren, die Wahlbeteiligung in allen Betrieben zu sichern und dies auch ohne große Betriebsversammlungen.

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