Noch sind sie rar, die Beschäftigten beim US-amerikanischen Elektroautobauer Tesla in Grünheide, dennoch plant die IG Metall bereits die Wahl eines Betriebsrates. Die Belegschaft soll möglichst bald in betriebliche Entscheidungsprozesse eingebunden werden.

Die Belegschaft soll einmal 12.000 Frauen und Männer umfassen. Bis dahin ist noch ein ganzes Stück Weg zurückzulegen. Denn gegenwärtig zählt das Werk im brandenburgischen Grünheide erst rund 2.000 Mitarbeitende. „Darunter viele Führungskräfte“, wie es im Handelsblatt heißt. Daher könne es mit der Wahl eines Betriebsrates noch dauern. Denn leitende Angestellte dürfen nicht an einer Betriebsratswahl teilnehmen.

Dennoch plant die IG Metall laut dpa, veröffentlicht auf der Webseite von t-online, bereits die Wahl eines Betriebsrates. Über den Tag der Wahl wird der Wahlvorstand entscheiden. Birgit Dietze, IG Metall-Bezirksleiterin in Berlin, Brandenburg und Sachsen, weiß um die Situation bei Tesla in den USA: Dort sind die wenigsten Beschäftigten gewerkschaftlich organisiert. Doch hierzulande entspreche eben ein Betriebsrat der demokratischen Arbeitskultur.

IG Metallerin Dietze betont, dass „Innovation und Flexibilität sowie Sicherheit, Arbeitsschutz und eine starke Mitbestimmung“ kein Widerspruch sind, „sondern Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg.“ Viel Wissenswertes rund um die Betriebsratswahl bei Tesla und mehr hat die Gewerkschaft auf der Webseite igm-tesla zusammengestellt.

Obwohl erst rund ein Sechstel der angepeilten Belegschaft an Bord ist, sollen noch im Dezember die ersten Elektro-Autos das Werk in Grünheide verlassen.

 

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