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29.08.2012

Jeder fünfte leidet auch im Urlaub unter Arbeitsstress

Schlechtes Wetter oder Familienstreit können den Urlaub schon vermiesen. Wenn einen dann auch noch der Job nicht loslässt, ist die Erholung schnell dahin. Vor allem Frauen können im Urlaub nicht vom Job abschalten, wie der aktuelle Urlaubsreport 2012 der DAK-Gesundheit zeigt.

Mehr als jeder zehnter Urlauber konnte sich im Sommerurlaub 2012 weniger gut oder überhaupt nicht erholen. Verantwortlich dafür waren meist schlechtes Wetter oder Streitigkeiten in der Familie. Immerhin 20 Prozent gaben jedoch an, sie konnten sich nicht erholen, weil es ihnen nicht gelang, den Kopf vom Job freizubekommen. Auffällig ist dabei, dass für 25 Prozent der Frauen der Job ein Erholungskiller war, aber nur für 13 Prozent der Männer.

"Nachdem vielen Arbeitnehmern schon im Alltag die Trennung zwischen Beruf und Freizeit schwerfällt, setzt sich dieser Trend offenbar im Urlaub fort", sagt DAK- Experte Frank Meiners und warnt vor den gesundheitlichen Folgen dieser Entwicklung. Körper und Psyche brauchen laut Meiners längere Pausen, um gesund und leistungsfähig zu bleiben. Wer aber auch im Urlaub berufliche Mails bekomme und dadurch nicht abschalten könne, gefährde langfristig seine Gesundheit. Auch Arbeitgeber hätten eine Verantwortung, ihre Beschäftigten hiervor zu schützen.

Einige Arbeitgeber scheinen diese Verantwortung jedoch nciht ernst zu nehmen. Denn laut Urlaubsreport mussten sogar 13 Prozent der Befragten ihren Urlaub für die Arbeit unterbrechen. Und immer noch acht Prozent mussten während der Ferien über Handy oder Internet für den Arbeitgeber erreichbar sein.

Dabei zeigt die Umfrage auch, wie wichtig es für die Erholung ist, dass im Urlaub die Job-Belastung wegfällt. Ganze 60 Prozent der gut erholten Urlauber gaben nämlich an, der Hauptgrund für ihre Erholung sei der fehlende Arbeitsstress gewesen. Bei den 33- bis 44-Jährigen nannten sogar 76 Prozent der Befragten diesen Grund. In dieser Altersgruppe sagten weitere 40 Prozent, der Verzicht auf das Arbeits-Handy oder Internet hätten hauptsächlich zur Erholung beigetragen.

Für den Urlaubsreport 2012 der DAK-Gesundheit hat Forsa zwischen dem 10. bis 15. August 2012 insgesamt 1.003 Personen befragt (repräsentative Bevölkerungsbefragung).

Mehr zum Thema: Muss ich im Urlaub für den Chef erreichbar sein?


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