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09.07.2012
Väter sind beim Elterngeld auf dem Vormarsch
Die Beteiligung der Väter beim vor gut fünf Jahren eingeführten Elterngeld ist höher als je zuvor. Wie das Statistische Bundesamt Destatis mitteilte, habe der Vater bei 25,3 Prozent der im Jahr 2010 geborenen Kinder Elterngeld beantragt. Vor allem die Erwerbstätigkeit der Frau in den zwölf Monaten vor der Geburt spielt bei der Entscheidung der Männer eine wichtige Rolle.
So haben 32 Prozent der Männer Partneranträge gestellt, wenn die Frau vor der Geburt erwerbstätig war. Von den Männern, deren Frau vor der Geburt nicht erwerbstätig war, nahmen dagegen nur 12 Prozent das staatliche Unterstützungsangebot zusätzlich zur Frau in Anspruch. Generell kann Elterngeld von einem Elternteil für die Dauer von zwei bis maximal zwölf Monaten bezogen werden. Dazu kommen zwei zusätzliche Partnermonate, wenn sich beide Elternteile die Elternzeit teilen.
Das alte Rollenverhältnis scheint trotzdem noch weit verbreitet. Lediglich sechs Prozent der Männer nahmen ein volles Jahr in Anspruch. Mit 76 Prozent entschied sich die große Mehrheit der Männer dafür, lediglich für die Dauer der zwei Partnermonate in Elternzeit zu gehen. Insgesamt beantragten 2010 rund 155.000 Paare den gemeinsamen Elterngeldbezug.
Das bedeutet allerdings nicht, dass die Elternzeit auch gemeinsam in Anspruch genommen wurde. Im Gegenteil: Bei rund einem Drittel der Paare gab es überhaupt keine Überschneidung. Auch bei den rund 102.000 Paaren, die das Elterngeld zeitgleich bezogen haben, war die gemeinsame Elternzeit in den meisten Fällen auf durchschnittlich zwei Monate begrenzt.
Die Väter in Elternzeit bevorzugen vor allem die ersten Lebensmonate des Kindes. 41 Prozent wählten als Bezugszeitraum für ihren zusätzlich zur Frau gestellten Antrag die ersten drei Monate nach der Geburt. Dagegen beantragten lediglich 20 Prozent der Väter ihre Auszeit, wenn das Kind schon älter als ein Jahr war.
Ausführliches Informationsmaterial zur Destatis-Erhebung können Sie hier im PDF-Format herunterladen.
Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.
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