Anmeldung
Gratistest!
Wahlhelfer, Seminardatenbank, News, Umfragen und Beiträge bieten wir kostenfrei, für die Betriebsratspraxis und die Rubrik Expertenrat zahlen Sie nur 88 € netto/Quartal!Anmeldung mit
4-Wochen-Gratistest
Aktuelles
Frauen 2010: In den Chefetagen praktisch nicht vertreten
Auch im Jahr 2010 haben Frauen in Deutschland im Erwerbsleben erheblich geringere Chancen als Männer. In den Chefetagen der großen Unternehmen kommen sie kaum vor.
In den Unternehmensleitungen der 200 größten deutschen Unternehmen finden sich Frauen nur mit einem Anteil von 2,5 Prozent; in den 100 größten Unternehmen ist ihr Anteil sogar unter die 1 Prozent-Marke gesunken. Das geht aus einem aktuellen Bericht des DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) hervor. In den Aufsichtsräten sehen die Autorinnen des Berichts Frauen besser repräsentiert, vor allem aufgrund der Mitbestimmung: Die Frauen in den Aufsichtsräten werden zu zwei Dritteln von der Arbeitnehmerseite gestellt.
Gründe für diese Unterrepräsentierung des weiblichen Geschlechts werden vor allem in hartnäckigen Stereotypen gesehen, durch die Männer sich selbst eher die Führungsrolle zubilligen und Frauen gleichzeitig die Fähigkeit dazu absprechen. Mit Selbstverpflichtungen der Unternehmen sei diesem Defizit offensichtlich nicht beizukommen, meint Dr. Elke Holst, die die Studie gemeinsam mit Anita Wiemer verfasst hat. "Wir brauchen einen verbindlichen Fahrplan mit festen Zielgrößen, klar zugeordneten Verantwortlichkeiten und Sanktionsmechanismen. Zudem brauchen wir eine Transparenz bei der Besetzung von Posten, und wir müssen dafür sorgen, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in allen Bereichen eines Unternehmens gewährleistet ist, um den Aufstieg von Frauen in Leitungsfunktionen auf allen Ebenen zu gewährleisten."
Aber auch im Bereich der normalen Arbeitsverhältnisse liegen Frauen weiter zurück. In der Privatwirtschaft verdienen Frauen im Durchschnitt 23 Prozent weniger als Männer, im öffentlichen Dienst durchschnittlich 7 Prozent weniger. Der Unterschied zwischen den Wirtschaftsbereichen erklärt sich weitgehend dadurch, dass der Anteil weiblicher Führungskräfte im öffentlichen Dienst weitgehend dem der Männer entspricht. In der privaten Wirtschaft sind leitende Positionen dagegen überwiegend mit Männern besetzt. (Statistisches Bundesamt, 8.9.2009)
Dieser Beitrag wurde erstellt von Sylvia Erwin.


